Agentur für saf(er) spaces - Workshops & Konzeptentwicklung

about

Auch 2020 sind Sexismus, Gewalt, Rassismus und Diskriminierung erlebter Alltag auf vielen Veranstaltungen. Obwohl immer mehr Veranstalter*innen reagieren und “Awareness-Konzepte” einführen, um “Safe(r) Spaces” zu kreieren, setzen sich trotzdem bislang noch viel zu wenige mit diesem Thema auseinander oder es fehlen ihnen die notwendigen Informationen und Tools. Hier will “Safe The Dance” aktiv werden und diese Lücke schließen. Kultur und Nachtleben sind ein wichtiger Teil des Lebens für viele von uns. Aus diesem Grund halten wir es für wichtig, auch hier an einer Veränderung im Miteinander zu arbeiten. Wir sind der Meinung, alle Veranstaltungen sollten über individuelle Awareness-Konzepte und -Teams verfügen. Vor allem die Musikindustrie braucht Expert*innen, die zum Thema „Safe(r) Space“ Vorträge und Workshops halten und diese Prozesse begleiten. Wie wir Veranstaltungen zu Orten machen, an denen sich Menschen sicherer fühlen können, sowie unsere “Best Practice” Ansätze erklären wir in unserer Vortragsreihe  “Safe The Dance”.  Der multiperspektivische, intersektionale und interdisziplinäre Blick unseres Teams ist die beste Voraussetzung für eine detaillierte Aufarbeitung dieses Themas und der Ausarbeitung vielschichtiger, individueller Handlungsempfehlungen für Veranstaltungen oder Orte. Ob nur Awareness-Plakate, Rundumpakete inklusive Schulungen und Materialien oder einzelne Workshops, jedes Awareness-Konzept wird individuell und kostensparend entwickelt, um für eine optimale Umsetzung zu sorgen.

Wenn ihr Interesse an einer Zusammenarbeit habt, freuen wir uns über eine Email.

team

Johanna Bauhus ist ursprünglich Ingenieurin und hat in ihrer Zeit als Bohrmaschinen-Designerin nie “Safe Spaces” in dieser männerdominierten Welt erlebt – im Gegenteil. Die Sexismuserfahrungen, die sie auch mit ihrer all female Band erlebt hat, führten dazu, dass sie sich auf das Musikbusiness konzentrierte und ein feministisches Musiklabel gründete – das erste offiziell sexistische Musiklabel der Welt: Ladies & Ladys Label (provokant erscheint auf den ersten Blick das Wort sexistisch. 95% der Musikindustrie ist Männerdominiert, Sexismus ist erlebter Alltag. Die Vorstände der drei Major Labels dieser Welt sind ausschließlich männlich und der weibliche Anteil auf den Bühnen der großen Festivals liegt oft bei unter 10%. Ladies&Ladys Label ist ein vollkommen transparentes Musiklabel welches sich um die Förderung von Ladys* in der Musikbranche kümmert). Sie nahm am “Erasmus for Young Entrepreneurs”- Programm der EU-Kommission teil und arbeitete ein Jahr mit dem Linzer Punk Rock Label “SBÄM” zusammen. Dabei erfuhr sie die rein männlichen Strukturen und führte ein Awareness Konzept für das “SBÄM- Fest” (3000 Besucher*innen) ein. Sie organisierte ein Awareness-Team aus Laien, schulte die Mitglieder und sorgte damit für durchweg positives Feedback. Das Awareness-Team musste während des Festivals oft eingreifen, was zeigt, dass es eine große Dunkelziffer an sexistischen und diskriminierenden Vorfällen auf jeder Veranstaltung gibt. Um das zu ändern ist es wichtig Veranstalter*Innen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben – nicht anklagen, sondern Lösungen erarbeiten. Johannas große Stärke: Das Aneignen von komplexem Wissen und die Aufbereitung dieses Wissens für die breite Masse.

 

Mirca Lotz ist mit ihrer Kreativagentur [fwd:like waves] als Veranstalterin und Kuratorin mit einem Fokus auf interdisziplinäre Formate und besondere Veranstaltungsorte tätig (u.a. beim Filmfest München, den Virtual Worlds, innen.aussen.raum oder der Manic Day Parade). 2017 hat sie das erste internationale Frauen* Showcase Festival & Konferenz “We Make Waves” organisiert und ist seit 2017 als „Music Innovator“ im internationalen KeychangeProjekt. Zudem hat sie 2018 das Bayerische Netzwerk für Frauen* in der Musik „musicBYwomen“ mitgegründet und ist seit 2019 im Board der Music Women* Germany. Sie hält regelmäßig nationale und internationale Vorträge und Workshops zum Thema Gender Equality, Safe(r) Spaces & Awareness und mehr.

 

Carmen Westermeier ist freischaffende Medien- und Performancekünstlerin, arbeitet als freie Referentin und Hochschuldozentin und ist Musikerin und DJ. In ihrer Arbeit legt sie großen Wert auf kollektive Ansätze und Interdisziplinarität. Als Mitglied in unterschiedlichen Kollektiven hat sie ihre ersten Erfahrungen in der Erprobung von Awareness-Konzepten und Safer-Spaces vor 12 Jahren gesammelt. 2014 gründete Carmen das Nürnberger Kollektiv „Trouble in Paradise“, ein Kunst- und DJ-Kollektiv, das ausschließlich aus Frauen* besteht und sich aktiv für Gleichberechtigung im Nachtleben und in der Kunstwelt einsetzt. Seit 2019 lebt und arbeitet sie in Karlsruhe, wo sie bei der Gründung des feministischen DJ*-Kollektiv „Blex“ beteiligt war und dort aktives Mitglied ist. Als freie Referentin arbeitet Carmen mit Erwachsenen gleichermaßen wie mit Jugendlichen und Kindern im Bereich Sound, Kunst und politischer Bildung. Dabei erstreckt sich ihre Tätigkeit von Vorträgen und Workshops über langfristiger Mentor*innenarbeit. An der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen ist Carmen Dozentin am Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung und lehrt dort zum Thema Gender und Kunst. In ihrem Verständnis von einem zukünftigen Miteinander müssen Gewohnheiten aufgebrochen und neue, inklusive und sensible Wege eingeschlagen werden. Kern ihrer Herangehensweise bildet die Offenheit zum Scheitern. So können Privilegien abgebaut, Sensibilität geschaffen und flexible Lösungen gefunden werden. Carmen setzt dabei sowohl auf kurzfristige Bildungsarbeit, als auch auf längerfristiges Coaching für die Musik- und Kunstbranche. Im Projekt „Safe the Dance“ bringt sie ihre langjährige Erfahrung als Veranstalterin, DJ und Musikerin sowie ihren multiperspektivischen Blick durch ihre facettenreiche Arbeit ein.